2. Zwischen den Kriegen

Seit dem Kriegsende im Herbst 1918 studiert Sedlmayr an der Technischen Hochschule in Wien. In den unruhigen Jahren nach der Revolution unter dem Eindruck der Vorlesungen und der Persönlichkeit Max Dvoràks geht er 1920 zur Kunstgeschichte über. Dvoràk fasziniert eine durch den Expressionismus aufgerüttelte Jugend mit seinen Deutungen des Manierismus, Brueghels oder Grecos Er stirbt 1921 und Sedlmayr erwirbt zwei Jahre später sein Doktorat unter Julius von Schlosser mit Auszeichnung. Er wendet sich in seinen Erstlingsschriften der glanzvollsten Epoche aus der Architekturgeschichte des alten Österreichs zu: dem Kirchen-, Schloß- und Palastbau in der Zeit nach den Türkensiegen. Sein erster elfseitiger Aufsatz über Fischer von Erlach erscheint 1923 in ungarischer Sprache in einer Budapester Kunstzeitschrift.54 Es folgen zehn Jahre freier wissenschaftlicher Tätigkeit und Reisen.
 



Grundriss von S. Carlo alle quattro fontane S. Ivo della Sapienza, Rom

Francesco Borromini wird zum Urheber der „Revolution in der Architektur“ erklärt.55 "In der Architektur Borrominis äußere sich eine cartesianische Weltauffassung,"'die prinzipiell mit der für die gesamte antike (sic) charakteristischen Auffassung der Seele als des Formprinzips des lebenden Körpers' bricht."56 Borromini wird "als Demonstrationsbeispiel einer bestimmten Unterart des schizophrenen Menschen und Künstlers" ausgegeben.57 „Borrominesk“ wird zum Schimpfwort für mißliebige moderne Entwicklungen. Borrominis Arbeit unter beständigem Zwang, sein Hang zu Willkürlichkeit, traumartiger Phantastik, das Herausholen der äußersten Ausdruckswirkungen sei typisch für schizothyme Kunst. Mit zunehmendem Alter habe sich die vorhandene Geisteskrankheit in typischer Weise gesteigert. Die Ähnlichkeit gewisser späterer Werke mit exotischen Bauten könne weder aus den gleichzeitigen Änderungen des „Zeitgeistes“, noch aus den inneren Bewegungen der Kunst des Künstlers hinreichend erklärt werden. Die Außenerscheinung der Kuppel von S. Ivo della Sapienza oder der Fassadenentwurf für die Kirche S. Carlo alle quattro fontane in Rom zeige etwas ausgesprochen „Exotisches“, „Indisches“ oder „Siamesisches“. Dieser Exotismus der Architektur sei nur psychologisch zu verstehen. Das Streben nach schwingender Bewegtheit und Plastizität, das komplizierte Ineinandergreifen und Sich-Durchdringen verschiedener Raumkörper sei ein Zeichen der Krankheit und des Verfalls. Nach den Erkenntnissen der neuen Psychologie und Psychopathologie, hätten die Produkte des „irren“, besonders des schizophrenen Denkens, formal gesehen, gewisse Ähnlichkeiten mit Erzeugnissen der sogenannten "primitiven" Geistesart . Die seelische Verfassung Borrominis sei „quasi-primitiv“, der barocke Architekt erzeuge Kunst mit quasi-primitiven Merkmalen. „Barocker“ Formenbestand werde in pseudoprimitiver Weise überformt.



Details von siamesischen Pagoden aus Fischer von
Erlachs „Entwurff einer historischen Architektur“
 
Sedlmayr zeigt früh Begeisterung für den Nationalsozialismus, tritt 1930 der NSDAP bei58, um schon zwei Jahre darauf aus Ablehnung der Kunstpolitik der Partei wieder auszutreten59 Er arbeitet in der Forschungsgemeinschaft für Deutschtum im Osten „volkspolitisch“ mit. Er wirbt für den Nationalsozialismus. Er betont, er sei seit jeher national eingestellt, habe Nationalisten unterstützt und sich „in Wort und Schrift für die gesamte deutsche Sache eingesetzt.“ 60Sedlmayr wird im Jahre 1933 Privatdozent an der Technischen Hochschule in Wien.61 In einer Schrift über „ Das erste mittelalterliche Architektursystem“ unternimmt er 1933 einen Exkurs zur Frage „Orient oder Rom " in der justinianischen Architektur. Er behandelt das System, die Architektur und den Städtebau der oströmischen Kaiserzeit.62 1933 habilitiert er sich an der Technischen Hochschule, 1934 an der Universität in Wien. Im gleichen Jahr wird er Schlossers Assistent, und 1936, nach dessen Emeritierung, sein Nachfolger auf der Wiener Lehrkanzel. Zwei Jahre später beschäftigen ihn wieder die Themen aus dem „zweiten Rom“.63 Er beschäftigt sich leidenschaftlich mit dem künstlerischen Stil des byzantinischen Cäsaropapismus, der geistlich-weltliche Autokratie des oströmischen Kaisers. Er kritisiert die Ableitung des justinianischen Architektursystems aus dem persischen Feuertempel, entwickelt eine Vorgeschichte des Baldachinsystems, die eine Unabhängigkeit dieser Würdeformen von ihren orientalischen Vorläufern beweisen soll . Mit Beispielen aus Bosra. Meriamlik und Nischenrundhauten könnte er sich auf Beobachtungen während seiner Dienstzeit bei der Orientarmee beziehen. Sedlmayr landet früh bei der Suche nach geschichtlichen Heilsepochen bei der byzantinischen Gesellschaft. Er steht in diametralem Gegensatz zu einer humanistischen Tradition, die ihr Muster in der griechischen Demokratie oder in der christlichen Urgemeinde findet.64
 
Justinian sieht nach dem deutschen Geschichtsverständnis dieser Zeit „die Wiederherstellung des Reiches in seiner alten Größe als vornehmste Pflicht.“65 War der Bezug auf das "Reich" schon in den Zwanziger Jahren in der Themenwahl Sedlmayrs latent vorhanden, so wird er in der Folge der Ereignisse von 1933/34 zunehmend deutlich: erstmals klingt er an in den Studien zum "Ersten mittelalterlichen Architektursystem", das im justinianischen gesehen wird, dessen "Baldachinprinzip" sich nicht aus orientalischer, „sassanidischer“ Architektur ableiten lasse, sondern nur aus dem römisch-griechischen Kulturkreis. An dieser Ableitung ist Sedlmayr offenbar viel gelegen, ermöglicht sie doch den Aufweis einer Reichskontinuität vom Imperium Romanum über das Zweite, also byzantinische Rom bis hin zum Deutschen Reich. In den Studien zur gotischen Kathedrale, die schon 1937 in Angriff genommen werden, spielt das Baldachinsystem in spiritualistischer Sicht eine zentrale Rolle.66


Hagia Sofia

 
In „Das erste Mittelalterliche Architektursystem“ wird 1933 die Hagia Sofia als "Erstlingswerk des justinianischen Systems" dargestellt.67 Die Hagia Sofia als "Abbild der Himmelsstadt" sei "versinnlichendes Abbild des Himmelsbaues."68 Ihr Vorbild liege in der Architektur der trajanisch-hadrianischen Epoche, wie im Kuppelsaal einer hadrianischen Prunkvilla in Tibur. Die Hagia Sofia sei das "Kompendium der gesamten justinianischen Architektur".69 Sie bestehe nicht aus orientalisierenden Kuppeln, sondern aus 46 Baldachinen.70 Der Hauptraum sei ein "gigantischer übergreifender Kuppelbaldachin über quadratischem Grundriß".71 Diese "justinianische Baldachine" kämen „vor der justinianischen Ära nur im römisch-griechischen Kulturkreis vor“72, seien also einer Abstammung aus dem Morgenland gänzlich unverdächtig. Die "sassanidische“ Architektur zeige „zwar die Kuppel über dem Quadrat in zahlreichen monumentalen Abwandlungen, aber keine Spur von Kuppelbaldachinen."73 Die erste "Kuppelbasilika" mit einer monumentalen Kuppel oder einem Kuppelbaldachin, "der mit der Basilika zu einer untrennbaren Einheit zusammenwächst" 74 sei zwischen 460 und 470 im kleinasiatischen Meriamlik gebaut worden. Der Thronsaal des sasanidischen Palastes von Damghan mit seiner Betonung des Endes eines dreischiffigen Langraumes durch einen monumentalen Kuppelbaldachin sei eben nicht schon im dritten Jahrhundert als Vorgängerbau von Meriamlik, sondern erst am Ende des 6. Jahrhunderts errichtet worden. Folglich sei auszuschließen, "daß orientalische Gedanken in die justinianische Architektur an anderen Stellen hineinreichen."75

Heute scheint festzustehen, daß im Reich der Sasaniden der Kuppelbau außerordentlich weit entwickelt wurde. Auf dem Gebiet des heutigen Iran entstand eine altorientalische Kultur höchster Macht-und Prachtentfaltung, die im sechsten Jahrhundert frühfeudale Züge annahm. Die Sasaniden fühlten sich bewußt als die politischen und kulturellen Erben der vorangegangenen Reiche und Kulturen, fast in allen Bereichen der von ihnen geförderten Kunst sind diese traditionsbezogenen Elemente sichtbar. In der Architektur wurden vor allem die entwickelten Bauformen der Partherzeit weitergeführt. Offene, tonnengewölbte Hallen und überkuppelte Räume beherrschten die machtvollen Palastbauten in Firuzabad, Ktesiphon und Qasr-i-Schirin. Die sogenannte iranische Kuppel,eine Trompenkuppel, wie sie beispielsweise am Palast des Ardaschir in Firuzabad im dritten Jahrhundert auftritt, geht vermutlich auf Wohnkuppelhäuser in Chorasan zurück. Auf vier Bogen ruhende, von Umgängen umgebene quadratische Kuppelbauten dienten dem zum Staatskult erhobenen Feuerkult des Zarathustra. Eines der Reichsheiligtümer wurde auf dem Tacht-i-Suleiman in Aserbaidshan freigelegt.


Dreifaltigkeitskirche in Salzburg


Die Dreifaltigkeitskirche in Salzburg kann mit Sedlmayrs Theorien vor dem Verdacht des Anklanges an orientalische Vorbildern geschützt werden. Sie entspricht dem "Typus der barocken Kirchenarchitektur, der letzten Endes aus den römischen Thermen stammt."76 Möglich sei eine Zurückführung auf Vignolas S. Anna dei Palafrenieri und von dort "zu dem Raumtypus der römischen Thermen, der an ein Quadrat zwei Halbkreisapsiden anschließt, - die Raumform der Hagia Sofia in nuce".77 Selbst im Wiener Gartenpalais Schwarzenberg muß gegen den Verdacht der barocken Orientmode vorgegangen werden. Hier habe „Fischer im Inneren des Mittelbaus aus der gegebenen Grundrißfigur die Raumform der Hagia Sofia wiedererstehen lassen."78

  

Details der Karlskirche aus dem „Entwurff“

Der klerikalfaschistische österreichische „Ständestaat“ läßt die Eröffnungsrede des „Allgemeinen Deutschen Katholikentages“, in der „Österreich und seine katholische und deutsche Sendung“ beziehungsreich am Falle der Türkenabwehr vor 250 Jahren beschworen wird, 1933 vor der Fassade der Karlskirche in Szene setzen. 83 Sedlmayr steuert dem Festführer eine Studie zum „Werden des Wiener Stadtbildes“ bei, in dem er sich deutlich von den städtebaulichen Leistungen der entmachteten austromarxistischen Wiener Stadtverwaltung distanziert.84 Es kommt es zu einer fortschreitenden „Eindeutschung“ Fischer von Erlachs. Sedlmayr nennt in dem Werk „Österreich-Erbe und Sendung im deutschen Raum“ Fischer von Erlach den „Mann des Schicksals in dieser welthistorischen Stunde“85 Fischer von Erlach habe einen "Ehrenplatz im Bewußtsein des deutschen Gesamtvolkes".86 Sedlmayr bietet magere Belege für Fischers Einstellung gegen Türken und Frankreich : Ignaz Bendl, ein Mitarbeiter Fischers an der Pestsäule in Wien gestaltet 1688 zwei Medaillen. Sie zeigen jeweils zwei Feinde des Kaisers : den französischen König, den Sultan, den Großwesir und einen Anführer der ungarischen Aufständischen.87 Fischer von Erlachs Kunst wird "von den 'vernünftigen' westlichen Ideen unterhöhlt"88 , infolge seiner Reisen nach Holland und England sowie in das Berlin der Aufklärung. Fischer :"Seine natürlichen Gegner sind hier die italienischen Baumeister."89 schlägt "die österreichischen Italiener mit ihren eigenen Waffen"90

Sedlmayr hat große Mühe, Johann Bernhard Fischer von Erlach, „völkisch“ zuzuordnen. Der raffinierte Hauptmeister des österreichischen Hochbarock, der virtuose Schüler von Bernini, geschult am Vorbild der Pariser Akademie, vorübergehend in den Diensten des Vizekönigs von Neapel, sei ein Vertreter des „Reichsstils“. Dieser lasse sich, durch ihn „zunächst aus einem einzigen Schößling wachsend, gleichsam mit Luftwurzeln von oben zum Volksboden herab, ohne ihn überall zu erreichen.“91 Fischers Werke schwebten meist in dieser „'oberen', kühlen und lichten Zone“. In ihrem unmittelbaren Gesamteindruck würden sie in der deutschen Landschaft traumartig wirken, „wie Luftspiegelungen einer fernen antiken Herrlichkeit.“ Aber trotz ihrer „volksfremden“ Dächer seien sie keinesfalls italienisch,sondern in ihrer Zweckfreiheit, in ihrer Sehnsucht nach einer erträumten Antike, in ihrer heroisch-phantastischen Haltung „tief deutsch“. Erst in den Umformungen Hildebrandts erreiche der "Reichsstil" den Boden der volklichen Tradition. Vom Belvedere werden „organische Übergänge“ zum barocken Gutshof und Bauernhaus behauptet. Bei Prandauer gelinge „die Bindung an das Bodenständige, zugleich auch das Zusammenwölben von kirchlicher und kaiserlicher Sphäre“ am überzeugendsten. Mit dieser Rückbindung an das Volkliche gewinne der „Reichsstil“ neue Kräfte. Zugleich entwachse er aber allmählich der politischen Bindung und verliere seine „mythische Gewalt“. Wo es aber zu dieser Berührung mit dem „Volksboden“ nicht komme, sei er in Gefahr kalt und unpersönlich zu werden. 92




Gitter in der Stiftskirche Melk
 
Der Architekt sucht in allen Epochen und Regionen nach Vorbildern der Prachtentfaltung für seinen Kaiser, dem als „neuerAugustus“ und „neuer Salomonn“ angesprochenen Monarchen Karl VI.93 Er wird beschworen, das von ihm regierte Heilige Römische Reich Deutscher Nation durch imperiale Bauwerke angemessen zu repräsentieren. Die «exempla» der Geschichte wie ein Salomonischer Tempel oder die prächtigen Gebäude der Stadt Babylon, die Pyramiden in Ägypten geben einen kolossalen Größenmaßstab vor. Ungeheuer und staunenswert könnte sich der Herrscher präsentieren, wenn er den "Tempel der Diana zu Ephesus, einer Jonischen Stadt in Kleinasien", den Tempel zu Ninive oder das Grabmal des ägyptischen Königs Myris als Anregung imperialer Größe akzeptiert. Dem möglichen Bauherrn wird der Mund wässerig gemacht mit "Sinesischen Triumpfbogen, deren eine Menge in den großen Städten zu sehen". Die Idee der großzügigen höfischen Repräsentation wird beflügelt mit Bildern von „Siamitischen Staatsschiffen“ oder mit Beispielen von "denckwürdiger arabische Architectur" wie das "Kaiser-Bad unweit der Stadt Offen in Hungarn". Der Landesherr soll zu neuer, anspruchsvoller Bautätigkeit gereizt werden durch den „Prospect von dem großen und herrlichen Tempel oder Mosquée des Großen Sultan Achmed zu Constantinopel“, oder „Die Solimanney, oder Mosquée, welche Sultan Solimann II. zu Constantinopel hat erbauen lassen, samt dem Vorhofe und dem Garten, wohin sein und seiner Gemahlin Begräbnisse geleget.“



Seit dem Frieden von Karlowitz im Jahre 1683 ist der Türkenkrieg beendet, die Türkengefahr überwunden. Man interessiert sich für den Osten, die besiegte türkisch-osmanische Welt. Fischers bricht in der Gliederung seines „Entwurff einer historischen Architektur“ mit dem klassischen Regelwerk des Vitruv. Sein Stichwerk steht in der Tradition der illustrierten Reiseberichte und Architekturgeschichten eines Villalpandi, der fünfbändigen morgenländischen Reise eines Cornelis de Bruin94, der Rekonstruktion des salomonischen Tempels durch Leonhard Christoph Sturm.95Die den Historikern bisher vertraute Ordnung wird auf den Kopf gestellt, indem die jüdischen Altertümer vor den ägyptischen und babylonischen gezeigt werden. Informationen über China aus dem damals verfügbaren jesuitischen Schrifttum96 Äußerst sich nicht auch aufklärerisches Toleranzdenken, wenn die Architektur „letzlich in den Schoß einer theologisch-universalen, heilsgeschichtlichen Geschichtsvision zurückgeführt“ werden soll ?97 Fischer sieht die wichtige Rolle der salomonischen Architektur und bietet am Anfang seines programmatischen Bildbandes eine Rekonstruktion des salomonischen Tempels, der „direkt auf den Willen Gottes zurückzuführen ist und schon aus diesem Grund an den Anfang gehört. Der Tempel Salomonis soll damit aller nachfolgenden Baukunst zum Leitbild werden.“98 Sämtliche Architektur soll von der göttlichen Architektur des salomonischen Tempels hergeleitet werden.
 
Das „fremde, in= und außer=Europäische“, das „Ungemeine“, das Andersartige wird ohne Scheu, mit Liebe zum Exotischen vorgeführt. Es bietet phantastische Möglichkeiten der großartigen baulichen Entwicklung. „Die von der Zeit vergrabenen Bau=arten der alten Juden, Egyptier, Syrer, Perser und Griechen stellen traumhafte Bauaufgaben dar. Immer schwingen im „Entwurff einer historischen Architektur“, Hoffnungen mit, die zeitgenössische höfische Baulust zu architektonischen Extravaganzen herausfordern zu können, wenn "Sinesische, durch Kunst gemachte Lust-Berge und Höllen mit Zimmern, Stiegen , Teichen etc.", oder „Die schöne Sinesische Pagode vor dem Stättlein Sinkicien in der Provinz Xantum gelegen“ anschaulich ausgemalt werden. Ungeniert und voll Neugier werden Bauten „der Araber und Türcken, etc. auch neue Persianische, Siamitische und Japonesische Gebäude“ vorgeführt im gleichen Band, der den Längsschnitt und Grundriß der Kollegien- und Karlskirche zeigt.



Ein „Plan de Schönbrun“ wird mit französischer Beschriftung vorgelegt. Das Schloß dieses Entwurfes ist niedriger als das gebaute, aber es sollte auf der Berghöhe an Stelle der heutigen Gloriette stehen. Den Hügel herab treppen sich nach diesem Plane ungeheure Terrassen mit gärtnerischem Schmucke, mit Wasserflächen, Brunnen und Kaskaden, mit Plätzen für ritterliche Spiele und einem Eingangstore mit zwei Trajanssäulen.
 
3. Große Zeit
 
54Hans Sedlmayr, Fischer von Erlach, Ars Una –Zeitschrift für bildende Künste I, Budapest 1923, S. 100- 111
55Hans Sedlmayr, Die Architektur Borrominis, München 1929, Reprint Hildesheim 1986, S. 122
56Sedlmayr,Borromini ..., a.a.O., S. 128
57Hans Sedlmayr, Die Architektur Borrominis, München 1929, Reprint Hildesheim 1986, S. 120
58Universitätsarchiv Wien, Philosophische Fakultät, Personalakt Hans Sedlmayr, Kopie im Institut für Zeitgeschichte, München
59Frodl, a.a.O., S. 27
60Universitätsarchiv Wien, a.a.O.
61Beat Wyss, Trauer der Vollendung, Von der Ästhetik des Deutschen Idealismus zur Kulturkritik an der Moderne, München 1985

            62Hans Sedlmayr, Das erste mittelalterliche Architektursystem, Kunstwissenschaftliche Forschungen II, 1933, S. 25 - 62

            63Hans Sedlmayr, Zur Geschichte des justinianischen Architektursystems, Erste Untersuchung : Vorgeschichte und Entstehung, Byzantinische Zeitschrift XXXV                 (1935) S. 38 - 69, 8 Abbildungen .

64Martin Warnke, Künstler, Kunsthistoriker, Museen, Beiträge zu einer kritischen Kunstgeschichte, Luzern 1979, S. 53
65K.A. Müller und P.R. Rohden, Knaurs Weltgeschichte, Von der Urzeit bis zur Gegenwart, Berlin 1935, S. 289
66Dilly, a.a.O., S. 272
67Hans Sedlmayr, Epochen und Werke, Bd. 1, Wien 1959, S. 273, nach : Jahrbuch Kunstwissenschaftliche Forschungen Bd. II, 1933
68Hans Sedlmayr, Epochen und Werke, Bd. 2, Wien 1959, S. 206
69Hans Sedlmayr, Epochen und Werke, Bd. 1, Wien 1959, S. 118
70Hans Sedlmayr, Epochen und Werke, Bd. 1, Wien 1959, S. 118
71Hans Sedlmayr, Epochen und Werke, Bd. 1, Wien 1959, S. 118
72Hans Sedlmayr, Epochen und Werke, Bd. 1, Wien 1959, S. 121
73Hans Sedlmayr, Epochen und Werke, Bd. 1, Wien 1959, S. 122
74Hans Sedlmayr, Epochen und Werke, Bd. 3, Mittenwald 1982, S. 112
75Hans Sedlmayr, Epochen und Werke, Bd. 1, Wien 1959, S. 122
76Hans Sedlmayr, Fischer von Erlach der Ältere, München 1925, S. 13
77Sedlmayr, Erlach der Ältere ..., a.a.O., S. 13
78Sedlmayr, Erlach der Ältere ..., a.a.O., S. 20

            79Lehmann‘s Wohnungsanzeiger, Wien 1933, Bd. II, Protokollierte Firmen, S. 40

80Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Akt 18861/5, Brief von Otto Basil an den Stadtrat Viktor Matejka, Wien 20.2.1948
81Reinhard Schuch, Arnold Hauser, Fotokopie aus der biographischen Sammlung des Wiener Stadt- und Landesarchivs
82Hauser, Sozialgeschichte, a.a.O., S. 141
83Polleroß, Fischer von Erlach ..., a.a.O., S. 25
84Hans Sedlmayr, Das Werden des Wiener Stadtbildes, Festführer zum Allgemeinen deutschen Katholikentag in Wien, Wien 1933, Epochen und Werke Bd. 2, S. 257 - 265
85Hans Sedlmayr, Österreichs bildende Kunst, Österreich-Erbe und Sendung im deutschen Raum, hrsg. V. Joseph Nadler und Heinrich von Srbik, Salzburg und Leipzig 1936, in : Epochen und Werke, Bd. 2, Wien 1959, S. 273
86Sedlmayr, Österreichs bildende Kunst ..., a.a.O., S. 273
87Hans Sedlmayr, Epochen und Werke, Bd. 2, Wien 1959, S. 164
88Hans Sedlmayr, Epochen und Werke, Bd. 2, Wien 1959, S. 277
89Hans Sedlmayr, Epochen und Werke, Bd. 2, Wien 1959, S. 144
90Hans Sedlmayr, Epochen und Werke, Bd. 2, Wien 1959, S. 274
91Hans Sedlmayr, Die politische Bedeutung des deutschen Barock, in : Epochen und Werke, Bd. II, Wien 1959, S. 155
92Sedlmayr, politische Bedeutung ..., a.a.O. , S. 155

            93Johann Bernhard Fischer von Erlach, Entwurff einer historischen Architektur, Wien 1721

            94Cornelis de Bruin, Voyage au Levant, vol. I-V, Paris 1714, Rouen 1725, Bayerische Staatsbibliothek Signatur : Res/4 lt.sing. 149m

            95Leonhard Christoph Sturm, De Sciagraphia templi Hierosolymitani, Leipzig 1694; Nicolaus Goldmann, Vollständige Anweisung zu der Civil-Bau-Kunst. Vermehrt                 von Leonhard Christoph Sturm, Wolfenbüttel 1696, Reprint Baden-Baden 1962

96Jutta Tremmel-Endres, Denkmalarchitektur oder Architektur mit Denkmalcharakter ?, Studien zur Kunst Johann Bernhard Fischers von Erlach, Trier 1996, S. 39
97Tremmel-Endres, Denkmalarchitektur ..., a.a.O., S. 41
98Tremmel-Endres, Denkmalarchitektur ..., a.a.O., S. 40