- 2. Zwischen den Kriegen
Seit dem Kriegsende im Herbst 1918 studiert Sedlmayr an
der Technischen Hochschule in Wien. In
den unruhigen Jahren nach der Revolution unter dem
Eindruck der Vorlesungen und der Persönlichkeit Max
Dvoràks geht er 1920 zur Kunstgeschichte über. Dvoràk fasziniert eine durch den
Expressionismus aufgerüttelte Jugend mit seinen
Deutungen des Manierismus, Brueghels oder Grecos Er
stirbt 1921 und Sedlmayr erwirbt zwei Jahre
später sein Doktorat unter Julius von Schlosser mit Auszeichnung. Er wendet sich in seinen Erstlingsschriften der
glanzvollsten Epoche aus der Architekturgeschichte des
alten Österreichs zu: dem Kirchen-, Schloß- und
Palastbau in der Zeit nach den Türkensiegen. Sein
erster elfseitiger Aufsatz über Fischer von Erlach
erscheint 1923 in ungarischer Sprache in einer Budapester
Kunstzeitschrift.54 Es folgen zehn
Jahre freier wissenschaftlicher Tätigkeit und Reisen.
-


Grundriss von S. Carlo alle quattro
fontane S. Ivo della Sapienza, Rom
- Francesco Borromini wird zum Urheber der
Revolution in der Architektur erklärt.55 "In der Architektur Borrominis
äußere sich eine cartesianische
Weltauffassung,"'die prinzipiell mit der für die
gesamte antike (sic) charakteristischen Auffassung der
Seele als des Formprinzips des lebenden Körpers'
bricht."56 Borromini
wird "als Demonstrationsbeispiel einer bestimmten
Unterart des schizophrenen Menschen und Künstlers"
ausgegeben.57 Borrominesk
wird zum Schimpfwort für mißliebige moderne
Entwicklungen. Borrominis Arbeit unter beständigem
Zwang, sein Hang zu Willkürlichkeit, traumartiger
Phantastik, das Herausholen der äußersten
Ausdruckswirkungen sei typisch für schizothyme Kunst.
Mit zunehmendem Alter habe sich die vorhandene
Geisteskrankheit in typischer Weise gesteigert. Die
Ähnlichkeit gewisser späterer Werke mit exotischen
Bauten könne weder aus den gleichzeitigen Änderungen
des Zeitgeistes, noch aus den inneren
Bewegungen der Kunst des Künstlers hinreichend erklärt
werden. Die Außenerscheinung der Kuppel von S. Ivo della
Sapienza oder der Fassadenentwurf für die Kirche S.
Carlo alle quattro fontane in Rom zeige etwas
ausgesprochen Exotisches,
Indisches oder Siamesisches.
Dieser Exotismus der Architektur sei nur psychologisch zu
verstehen. Das Streben nach schwingender Bewegtheit und
Plastizität, das komplizierte Ineinandergreifen und
Sich-Durchdringen verschiedener Raumkörper sei ein
Zeichen der Krankheit und des Verfalls. Nach den
Erkenntnissen der neuen Psychologie und Psychopathologie,
hätten die Produkte des irren, besonders des
schizophrenen Denkens, formal gesehen, gewisse
Ähnlichkeiten mit Erzeugnissen der sogenannten
"primitiven" Geistesart . Die seelische
Verfassung Borrominis sei quasi-primitiv, der
barocke Architekt erzeuge Kunst mit quasi-primitiven
Merkmalen. Barocker Formenbestand werde in
pseudoprimitiver Weise überformt.

- Details von siamesischen Pagoden aus
Fischer von
- Erlachs Entwurff einer historischen
Architektur
-
- Sedlmayr zeigt früh Begeisterung für
den Nationalsozialismus, tritt 1930 der NSDAP bei58,
um schon zwei Jahre darauf aus Ablehnung der Kunstpolitik
der Partei wieder auszutreten59 Er arbeitet in der Forschungsgemeinschaft
für Deutschtum im Osten volkspolitisch mit.
Er wirbt für den Nationalsozialismus. Er betont, er sei
seit jeher national eingestellt, habe Nationalisten
unterstützt und sich in Wort und Schrift für die
gesamte deutsche Sache eingesetzt. 60Sedlmayr
wird im Jahre 1933 Privatdozent an der Technischen
Hochschule in Wien.61 In einer Schrift über Das erste mittelalterliche
Architektursystem unternimmt er 1933 einen Exkurs zur
Frage Orient oder Rom " in der justinianischen
Architektur. Er behandelt das System, die Architektur und
den Städtebau der oströmischen Kaiserzeit.62
1933 habilitiert er sich an der Technischen Hochschule,
1934 an der Universität in Wien. Im gleichen Jahr wird
er Schlossers Assistent, und 1936, nach dessen
Emeritierung, sein Nachfolger auf der Wiener Lehrkanzel.
Zwei Jahre später beschäftigen ihn wieder die Themen
aus dem zweiten Rom.63
Er beschäftigt sich leidenschaftlich mit dem
künstlerischen Stil des byzantinischen Cäsaropapismus,
der geistlich-weltliche Autokratie des oströmischen
Kaisers. Er kritisiert die Ableitung des justinianischen
Architektursystems aus dem persischen Feuertempel,
entwickelt eine Vorgeschichte des Baldachinsystems, die
eine Unabhängigkeit dieser Würdeformen von ihren
orientalischen Vorläufern beweisen soll . Mit Beispielen
aus Bosra. Meriamlik und Nischenrundhauten könnte er
sich auf Beobachtungen während seiner Dienstzeit bei der
Orientarmee beziehen. Sedlmayr landet früh bei der Suche
nach geschichtlichen Heilsepochen bei der byzantinischen
Gesellschaft. Er steht in diametralem Gegensatz zu einer
humanistischen Tradition, die ihr Muster in der
griechischen Demokratie oder in der christlichen
Urgemeinde findet.64
-
- Justinian sieht nach dem deutschen Geschichtsverständnis
dieser Zeit die Wiederherstellung des Reiches in
seiner alten Größe als vornehmste Pflicht.65
War der Bezug auf das "Reich" schon in den
Zwanziger Jahren in der Themenwahl Sedlmayrs latent
vorhanden, so wird er in der Folge der Ereignisse von
1933/34 zunehmend deutlich: erstmals klingt er an in den
Studien zum "Ersten mittelalterlichen
Architektursystem", das im justinianischen gesehen
wird, dessen "Baldachinprinzip" sich nicht aus
orientalischer, sassanidischer Architektur
ableiten lasse, sondern nur aus dem römisch-griechischen
Kulturkreis. An dieser Ableitung ist Sedlmayr offenbar
viel gelegen, ermöglicht sie doch den Aufweis einer
Reichskontinuität vom Imperium Romanum über das Zweite,
also byzantinische Rom bis hin zum Deutschen Reich. In
den Studien zur gotischen Kathedrale, die schon 1937 in
Angriff genommen werden, spielt das Baldachinsystem in
spiritualistischer Sicht eine zentrale Rolle.66

Hagia
Sofia
-
- In
Das erste Mittelalterliche Architektursystem
wird 1933 die Hagia Sofia als "Erstlingswerk des
justinianischen Systems" dargestellt.67 Die Hagia Sofia als "Abbild der
Himmelsstadt" sei "versinnlichendes Abbild des
Himmelsbaues."68 Ihr Vorbild liege in der Architektur der
trajanisch-hadrianischen Epoche, wie im Kuppelsaal einer
hadrianischen Prunkvilla in Tibur. Die Hagia Sofia sei
das "Kompendium der gesamten justinianischen
Architektur".69 Sie bestehe nicht aus orientalisierenden
Kuppeln, sondern aus 46 Baldachinen.70 Der Hauptraum sei ein "gigantischer
übergreifender Kuppelbaldachin über quadratischem
Grundriß".71 Diese "justinianische Baldachine"
kämen vor der justinianischen Ära nur im
römisch-griechischen Kulturkreis vor72, seien also einer Abstammung aus dem
Morgenland gänzlich unverdächtig. Die
"sassanidische Architektur zeige zwar die Kuppel über dem Quadrat in
zahlreichen monumentalen Abwandlungen, aber keine Spur
von Kuppelbaldachinen."73 Die erste "Kuppelbasilika" mit
einer monumentalen Kuppel oder einem Kuppelbaldachin,
"der mit der Basilika zu einer untrennbaren Einheit
zusammenwächst" 74 sei zwischen 460 und 470 im
kleinasiatischen Meriamlik gebaut worden. Der Thronsaal
des sasanidischen Palastes von Damghan mit seiner
Betonung des Endes eines dreischiffigen Langraumes durch
einen monumentalen Kuppelbaldachin sei eben nicht schon
im dritten Jahrhundert als Vorgängerbau von Meriamlik,
sondern erst am Ende des 6. Jahrhunderts errichtet
worden. Folglich sei auszuschließen, "daß
orientalische Gedanken in die justinianische Architektur
an anderen Stellen hineinreichen."75
-
- Heute
scheint festzustehen, daß im Reich der Sasaniden der
Kuppelbau außerordentlich weit entwickelt wurde. Auf dem
Gebiet des heutigen Iran entstand eine altorientalische
Kultur höchster Macht-und Prachtentfaltung, die im
sechsten Jahrhundert frühfeudale Züge annahm. Die
Sasaniden fühlten sich bewußt als die politischen und
kulturellen Erben der vorangegangenen Reiche und
Kulturen, fast in allen Bereichen der von ihnen
geförderten Kunst sind diese traditionsbezogenen
Elemente sichtbar. In der Architektur wurden vor allem
die entwickelten Bauformen der Partherzeit
weitergeführt. Offene, tonnengewölbte Hallen und
überkuppelte Räume beherrschten die machtvollen
Palastbauten in Firuzabad, Ktesiphon und Qasr-i-Schirin.
Die sogenannte iranische Kuppel,eine Trompenkuppel, wie
sie beispielsweise am Palast des Ardaschir in Firuzabad
im dritten Jahrhundert auftritt, geht vermutlich auf
Wohnkuppelhäuser in Chorasan zurück. Auf vier Bogen
ruhende, von Umgängen umgebene quadratische Kuppelbauten
dienten dem zum Staatskult erhobenen Feuerkult des
Zarathustra. Eines der Reichsheiligtümer wurde auf dem
Tacht-i-Suleiman in Aserbaidshan freigelegt.
-
- Dreifaltigkeitskirche
in Salzburg
- Die
Dreifaltigkeitskirche in Salzburg kann mit Sedlmayrs
Theorien vor dem Verdacht des Anklanges an orientalische
Vorbildern geschützt werden. Sie entspricht dem
"Typus der barocken Kirchenarchitektur, der letzten
Endes aus den römischen Thermen stammt."76 Möglich sei eine Zurückführung auf
Vignolas S. Anna dei Palafrenieri und von dort "zu
dem Raumtypus der römischen Thermen, der an ein Quadrat
zwei Halbkreisapsiden anschließt, - die Raumform der
Hagia Sofia in nuce".77 Selbst im Wiener Gartenpalais Schwarzenberg
muß gegen den Verdacht der barocken Orientmode
vorgegangen werden. Hier habe Fischer im Inneren
des Mittelbaus aus der gegebenen Grundrißfigur die
Raumform der Hagia Sofia wiedererstehen lassen."78

- Details der Karlskirche aus
dem Entwurff
- Der klerikalfaschistische
österreichische Ständestaat läßt die
Eröffnungsrede des Allgemeinen Deutschen
Katholikentages, in der Österreich und seine
katholische und deutsche Sendung beziehungsreich am
Falle der Türkenabwehr vor 250 Jahren beschworen wird,
1933 vor der Fassade der Karlskirche in Szene setzen. 83 Sedlmayr steuert dem Festführer
eine Studie zum Werden des Wiener Stadtbildes
bei, in dem er sich deutlich von den städtebaulichen
Leistungen der entmachteten austromarxistischen Wiener
Stadtverwaltung distanziert.84 Es kommt es zu einer
fortschreitenden Eindeutschung Fischer von
Erlachs. Sedlmayr nennt in dem Werk
Österreich-Erbe und Sendung im deutschen
Raum Fischer von Erlach den Mann des
Schicksals in dieser welthistorischen Stunde85 Fischer von Erlach habe einen
"Ehrenplatz im Bewußtsein des deutschen
Gesamtvolkes".86 Sedlmayr bietet magere Belege für
Fischers Einstellung gegen Türken und Frankreich : Ignaz
Bendl, ein Mitarbeiter Fischers an der Pestsäule in Wien
gestaltet 1688 zwei Medaillen. Sie zeigen jeweils zwei
Feinde des Kaisers : den französischen König, den
Sultan, den Großwesir und einen Anführer der
ungarischen Aufständischen.87 Fischer von Erlachs Kunst wird
"von den 'vernünftigen' westlichen Ideen
unterhöhlt"88 , infolge seiner Reisen nach
Holland und England sowie in das Berlin der Aufklärung.
Fischer :"Seine natürlichen Gegner sind hier die
italienischen Baumeister."89 schlägt "die
österreichischen Italiener mit ihren eigenen
Waffen"90
- Sedlmayr hat große Mühe, Johann Bernhard
Fischer von Erlach, völkisch zuzuordnen. Der
raffinierte Hauptmeister des österreichischen
Hochbarock, der
virtuose Schüler von Bernini, geschult am Vorbild der
Pariser Akademie, vorübergehend in den Diensten des
Vizekönigs von Neapel, sei ein
Vertreter des Reichsstils. Dieser lasse sich,
durch ihn zunächst aus einem einzigen Schößling
wachsend, gleichsam mit Luftwurzeln von oben zum
Volksboden herab, ohne ihn überall zu erreichen.91 Fischers
Werke schwebten meist in dieser 'oberen', kühlen
und lichten Zone. In ihrem unmittelbaren
Gesamteindruck würden sie in der deutschen Landschaft
traumartig wirken, wie Luftspiegelungen einer
fernen antiken Herrlichkeit. Aber trotz ihrer
volksfremden Dächer seien sie keinesfalls
italienisch,sondern in ihrer Zweckfreiheit, in ihrer
Sehnsucht nach einer erträumten Antike, in ihrer
heroisch-phantastischen Haltung tief deutsch.
Erst in den Umformungen Hildebrandts erreiche der
"Reichsstil" den Boden der volklichen
Tradition. Vom Belvedere werden organische
Übergänge zum barocken Gutshof und Bauernhaus
behauptet. Bei Prandauer gelinge die Bindung an das
Bodenständige, zugleich auch das Zusammenwölben von
kirchlicher und kaiserlicher Sphäre am
überzeugendsten. Mit dieser Rückbindung an das
Volkliche gewinne der Reichsstil neue
Kräfte. Zugleich entwachse er aber allmählich der
politischen Bindung und verliere seine mythische
Gewalt. Wo es aber zu dieser Berührung mit dem
Volksboden nicht komme, sei er in Gefahr kalt
und unpersönlich zu werden. 92

- Gitter in der Stiftskirche Melk
-
- Der
Architekt sucht in allen Epochen und Regionen nach
Vorbildern der Prachtentfaltung für seinen Kaiser, dem
als neuerAugustus und neuer
Salomonn angesprochenen Monarchen Karl VI.93
Er wird beschworen, das von ihm regierte Heilige
Römische Reich Deutscher Nation durch imperiale Bauwerke
angemessen zu repräsentieren. Die «exempla» der
Geschichte wie ein Salomonischer Tempel oder die
prächtigen Gebäude der Stadt Babylon, die Pyramiden in
Ägypten geben einen kolossalen Größenmaßstab vor.
Ungeheuer und staunenswert könnte sich der Herrscher
präsentieren, wenn er den "Tempel der Diana zu
Ephesus, einer Jonischen Stadt in Kleinasien", den
Tempel zu Ninive oder das Grabmal des ägyptischen
Königs Myris als Anregung imperialer Größe akzeptiert.
Dem möglichen Bauherrn wird der Mund wässerig gemacht
mit "Sinesischen Triumpfbogen, deren eine Menge in
den großen Städten zu sehen". Die Idee der
großzügigen höfischen Repräsentation wird beflügelt
mit Bildern von Siamitischen Staatsschiffen
oder mit Beispielen von "denckwürdiger arabische
Architectur" wie das "Kaiser-Bad unweit der
Stadt Offen in Hungarn". Der Landesherr soll zu
neuer, anspruchsvoller Bautätigkeit gereizt werden durch
den Prospect von dem großen und herrlichen Tempel
oder Mosquée des Großen Sultan Achmed zu
Constantinopel, oder Die Solimanney, oder
Mosquée, welche Sultan Solimann II. zu Constantinopel
hat erbauen lassen, samt dem Vorhofe und dem Garten,
wohin sein und seiner Gemahlin Begräbnisse
geleget.

- Seit dem
Frieden von Karlowitz im Jahre 1683 ist der Türkenkrieg
beendet, die Türkengefahr überwunden. Man interessiert
sich für den Osten, die besiegte türkisch-osmanische
Welt. Fischers bricht in der Gliederung seines
Entwurff einer historischen Architektur mit
dem klassischen Regelwerk des Vitruv. Sein Stichwerk
steht in der Tradition der illustrierten Reiseberichte
und Architekturgeschichten eines Villalpandi, der
fünfbändigen morgenländischen Reise eines Cornelis de
Bruin94, der Rekonstruktion des salomonischen
Tempels durch Leonhard Christoph Sturm.95Die
den Historikern bisher vertraute Ordnung wird auf den
Kopf gestellt, indem die jüdischen Altertümer vor den
ägyptischen und babylonischen gezeigt werden.
Informationen über China aus dem damals verfügbaren
jesuitischen Schrifttum96 Äußerst sich nicht auch aufklärerisches
Toleranzdenken, wenn die Architektur letzlich in
den Schoß einer theologisch-universalen,
heilsgeschichtlichen Geschichtsvision
zurückgeführt werden soll ?97 Fischer sieht die wichtige Rolle der
salomonischen Architektur und bietet am Anfang seines
programmatischen Bildbandes eine Rekonstruktion des
salomonischen Tempels, der direkt auf den Willen
Gottes zurückzuführen ist und schon aus diesem Grund an
den Anfang gehört. Der Tempel Salomonis soll damit aller
nachfolgenden Baukunst zum Leitbild werden.98 Sämtliche Architektur soll von der
göttlichen Architektur des salomonischen Tempels
hergeleitet werden.
-
- Das
fremde, in= und außer=Europäische, das
Ungemeine, das Andersartige wird ohne Scheu,
mit Liebe zum Exotischen vorgeführt. Es bietet
phantastische Möglichkeiten der großartigen baulichen
Entwicklung. Die von der Zeit vergrabenen Bau=arten
der alten Juden, Egyptier, Syrer, Perser und Griechen
stellen traumhafte Bauaufgaben dar. Immer schwingen im
Entwurff einer historischen Architektur,
Hoffnungen mit, die zeitgenössische höfische Baulust zu
architektonischen Extravaganzen herausfordern zu können,
wenn "Sinesische, durch Kunst gemachte Lust-Berge
und Höllen mit Zimmern, Stiegen , Teichen etc.",
oder Die schöne Sinesische Pagode vor dem
Stättlein Sinkicien in der Provinz Xantum gelegen
anschaulich ausgemalt werden. Ungeniert und voll Neugier
werden Bauten der Araber und Türcken, etc. auch
neue Persianische, Siamitische und Japonesische
Gebäude vorgeführt im gleichen Band, der den
Längsschnitt und Grundriß der Kollegien- und
Karlskirche zeigt.
-

- Ein Plan de Schönbrun
wird mit französischer Beschriftung vorgelegt. Das
Schloß dieses Entwurfes ist niedriger als das gebaute,
aber es sollte auf der Berghöhe an Stelle der heutigen
Gloriette stehen. Den Hügel herab treppen sich nach
diesem Plane ungeheure Terrassen mit gärtnerischem
Schmucke, mit Wasserflächen, Brunnen und Kaskaden, mit
Plätzen für ritterliche Spiele und einem Eingangstore
mit zwei Trajanssäulen.
-
- 3. Große Zeit
-
- 54Hans Sedlmayr, Fischer von Erlach, Ars Una
Zeitschrift für bildende Künste I, Budapest 1923,
S. 100- 111
- 55Hans Sedlmayr, Die Architektur Borrominis,
München 1929, Reprint Hildesheim 1986, S. 122
- 56Sedlmayr,Borromini
..., a.a.O., S. 128
- 57Hans Sedlmayr, Die
Architektur Borrominis, München 1929, Reprint Hildesheim
1986, S. 120
- 58Universitätsarchiv Wien, Philosophische
Fakultät, Personalakt Hans Sedlmayr, Kopie im Institut
für Zeitgeschichte, München
- 59Frodl, a.a.O., S. 27
- 60Universitätsarchiv Wien, a.a.O.
- 61Beat Wyss, Trauer
der Vollendung, Von der Ästhetik des Deutschen
Idealismus zur Kulturkritik an der Moderne, München 1985
62Hans Sedlmayr, Das erste
mittelalterliche Architektursystem, Kunstwissenschaftliche
Forschungen II, 1933, S. 25 - 62
63Hans Sedlmayr, Zur
Geschichte des justinianischen Architektursystems, Erste
Untersuchung : Vorgeschichte und Entstehung, Byzantinische
Zeitschrift XXXV
(1935) S. 38 - 69, 8 Abbildungen .
- 64Martin Warnke, Künstler, Kunsthistoriker,
Museen, Beiträge zu einer kritischen Kunstgeschichte,
Luzern 1979, S. 53
- 65K.A. Müller und P.R. Rohden, Knaurs
Weltgeschichte, Von der Urzeit bis zur Gegenwart, Berlin
1935, S. 289
- 66Dilly, a.a.O., S. 272
- 67Hans Sedlmayr,
Epochen und Werke, Bd. 1, Wien 1959, S. 273, nach :
Jahrbuch Kunstwissenschaftliche Forschungen Bd. II, 1933
- 68Hans Sedlmayr,
Epochen und Werke, Bd. 2, Wien 1959, S. 206
- 69Hans Sedlmayr,
Epochen und Werke, Bd. 1, Wien 1959, S. 118
- 70Hans Sedlmayr,
Epochen und Werke, Bd. 1, Wien 1959, S. 118
- 71Hans Sedlmayr,
Epochen und Werke, Bd. 1, Wien 1959, S. 118
- 72Hans Sedlmayr,
Epochen und Werke, Bd. 1, Wien 1959, S. 121
- 73Hans Sedlmayr,
Epochen und Werke, Bd. 1, Wien 1959, S. 122
- 74Hans Sedlmayr,
Epochen und Werke, Bd. 3, Mittenwald 1982, S. 112
- 75Hans Sedlmayr,
Epochen und Werke, Bd. 1, Wien 1959, S. 122
- 76Hans Sedlmayr,
Fischer von Erlach der Ältere, München 1925, S. 13
- 77Sedlmayr, Erlach der
Ältere ..., a.a.O., S. 13
- 78Sedlmayr, Erlach der
Ältere ..., a.a.O., S. 20
79Lehmanns
Wohnungsanzeiger, Wien 1933, Bd. II, Protokollierte Firmen, S. 40
- 80Dokumentationsarchiv des österreichischen
Widerstandes, Akt 18861/5, Brief von Otto Basil an den
Stadtrat Viktor Matejka, Wien 20.2.1948
- 81Reinhard Schuch, Arnold Hauser, Fotokopie aus
der biographischen Sammlung des Wiener Stadt- und
Landesarchivs
- 82Hauser, Sozialgeschichte, a.a.O., S. 141
- 83Polleroß, Fischer von Erlach ..., a.a.O., S. 25
- 84Hans Sedlmayr, Das Werden des Wiener
Stadtbildes, Festführer zum Allgemeinen deutschen
Katholikentag in Wien, Wien 1933, Epochen und Werke Bd.
2, S. 257 - 265
- 85Hans Sedlmayr,
Österreichs bildende Kunst, Österreich-Erbe und Sendung
im deutschen Raum, hrsg. V. Joseph Nadler und Heinrich
von Srbik, Salzburg und Leipzig 1936, in : Epochen und
Werke, Bd. 2, Wien 1959, S. 273
- 86Sedlmayr,
Österreichs bildende Kunst ..., a.a.O., S. 273
- 87Hans Sedlmayr,
Epochen und Werke, Bd. 2, Wien 1959, S. 164
- 88Hans Sedlmayr,
Epochen und Werke, Bd. 2, Wien 1959, S. 277
- 89Hans Sedlmayr,
Epochen und Werke, Bd. 2, Wien 1959, S. 144
- 90Hans Sedlmayr,
Epochen und Werke, Bd. 2, Wien 1959, S. 274
- 91Hans Sedlmayr, Die politische Bedeutung des
deutschen Barock, in : Epochen und Werke, Bd. II, Wien
1959, S. 155
- 92Sedlmayr, politische Bedeutung ..., a.a.O. , S.
155
93Johann
Bernhard Fischer von Erlach, Entwurff einer historischen
Architektur, Wien 1721
94Cornelis
de Bruin, Voyage au Levant, vol. I-V, Paris 1714, Rouen 1725,
Bayerische Staatsbibliothek Signatur : Res/4 lt.sing. 149m
95Leonhard
Christoph Sturm, De Sciagraphia templi Hierosolymitani, Leipzig
1694; Nicolaus Goldmann, Vollständige Anweisung zu der
Civil-Bau-Kunst. Vermehrt
von Leonhard Christoph Sturm,
Wolfenbüttel 1696, Reprint Baden-Baden 1962
- 96Jutta
Tremmel-Endres, Denkmalarchitektur oder Architektur mit
Denkmalcharakter ?, Studien zur Kunst Johann Bernhard
Fischers von Erlach, Trier 1996, S. 39
- 97Tremmel-Endres,
Denkmalarchitektur ..., a.a.O., S. 41
- 98Tremmel-Endres,
Denkmalarchitektur ..., a.a.O., S. 40