
Das Nachmittagslicht eines Sommersonnentages sorgt für ein brillantes Funkeln der hellen Bildpartien. Die Oberflächen der Ziegel auf den Dächern oder an der Hauswand reflektieren die stets bewegte Himmelsstrahlung. Das Garn der Reusen und Netze beginnt zu strahlen im Schein der Lagunenatmosphäre. Schatten zeichnen fein und detailreich, mit eindeutig umrissenen Konturen, ohne schwarz und leblos zu wirken. Sie werden aufgehellt vom allgegenwärtigen Lichtspiel auf den Wellen, von den eng beieinander stehenden Wänden der Bauten, vom lichtdurchfluteten Fluidum aus Meeresluft und Dunst eines Flussmündungsgebietes.
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Trotz der Spüllaugen, die aus modernen Haushaltsgeräten in ihren Lebensraum gepumpt werden, gibt es genügend Fische und andere Wassertiere, die es lohnend erscheinen lassen, ihnen in den kleinen Kanälen der Stadt nachzustellen. Die Fangmethoden der Fischer haben sich seit dem 18. Jahrhundert kaum geändert. Ihr Gerät wird noch immer selbst hergestellt, aus Kunststoffrohren und Plastiknetzen, statt aus Weidenruten und Hanfgewebe.
Der Fischmarkt in der finsteren Loggia am Rialto wird heute von starken Halogenstrahlern ausgeleuchtet. Die prächtigen Farben des vielfältigen Meeresgetiers kommt appetitlich zur Geltung. Die kurze Brennweite der Kameraoptik und eine wegen der üppigen Lichtmenge weitgehend geschlossene Blende erlauben Beobachtungen der Oberflächenstrukturen, Lichtreflexe und Materialqualitäten aus nächster Nähe. Perspektivische Verzerrungen und Randunschärfen werden bei der verwirrenden Fülle der Objekte kaum wahrgenommen.
| Branzino | Gamberetto | Capa tonda |
| Granchio |
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