Holzschnitt und Buchdruck

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Der "Reisser" entwirft den Druckstock. Er achtet darauf, daß die Linien nicht zu eng stehen, weil sie sonst nicht schneiden sind. Einzelheiten sollten möglichst zusammenhängen. So können sie dem Druck der Hebelpresse besser standhalten. Der Formschneider fertigt nach dieser Vorzeichnung eine Druckplatte. Sie muß der Belastung in der Maschine selbst bei einer größeren Auflage widerstehen. Die feinen Holzstege, die als Linien oder Punkte im Druck erscheinen, dürfen nicht abbrechen. In diesem Raum sind mehrere Arbeitsgänge vereinigt, die später noch einzeln gezeigt und erklärt werden. Die wichtigste Rolle spielen die hohen Druckerpressen. Deutlich erkennt man das aus Hartholz gedrechselte Gewinde. Schon Vitruv erwähnt Weinkeltern, deren lange Presshebel über eine abwärts gerichtete Schraube wirken. Das Prinzip einer zwischen zwei Muttern gedrehten Schraube erwägt Leonardo in seinem Skizzenbuch. Außerdem sinnt er über die Kraftverstärkung durch ein Zahnrad nach.
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In der Setzerei werden aus einem großen Vorrat einzelner Schrifttypen Lettern zu einem Block gefügt. Die Arbeit verlangt große Aufmerksamkeit. Der "Druckfehlerteufel" droht. Ein schadhafter, wackliger Satz könnte die Druckerpresse beschädigen. Der Winkelhaken gibt beim Setzen einer Zeile bereits das Breitenmaß des späteren Schriftblockes vor. So kann überprüft werden, ob der ganze Satz bündig zusammengefügt wurde. Beim Setzen fallen wichtige Gestaltungsentscheidungen. Sie bestimmen die Lesbarkeit und letztlich den Verkaufserfolg der Druckschrift. Auf den aus Metall gegossenen Lettern sind feine Einkerbungen angebracht. Die  fertig gesetzte Zeile kann durch Tasten noch einmal überprüft werden. Die Zwischenräume der Wörter, der Zeilen, selbst der einzelnen Buchstaben müssen durch Blindmaterial gefüllt sein. Vor dem Druck der Auflage wird ein "Bürstenabzug" zur Kontrolle vorgenommen.
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Diese Druckpresse aus dem 18. Jahrhundert erlaubt bequemeres und paßgenaues Arbeiten, als ältere Modelle. Aber noch immer wird eine hölzerne Gewindestange mit Hebelwirkung gedreht, um das Papier auf den eingefärbten Druckstock zu pressen. Der Drucker muß sich nicht mehr verrenken, um die Bogen sauber unter den "Pressbengel" zu plazieren. Er legt sie mit Hilfe einer Schablone auf das fahrbare Druckfundament. Die fertigen Drucke werden in der benachbarten Setzerei zum Trocknen aufgehängt. In der Druckwerkstatt ist Bewegungsfreiheit nötig beim Einlegen des Papiers in die Paßschablone. Die Männer arbeiten mit vollem Körpereinsatz beim Einfärben der Druckplatte und besonders beim. Druckvorgang

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zur graphischen Technik des Kupferstiches